Anwendungsmöglichkeiten
Natürlicher Hufschutz mit gleichzeitiger Pflege
Göttli´s Hufpaste ist ein reines Naturprodukt und kann beliebig oft angewandt werden. Sie ersetzt jedoch nicht die tägliche Hufpflege! Die Hufpaste kann sowohl allein als auch in Kombination mit anderen Therapeutika eingesetzt werden.
Bevor die Paste aufgetragen wird, müsse die Hufsohle und sämtliche Strahlfurchen erst mal gründlich gesäubert werden. Danach kann die Paste direkt in den sauberen und trockenen Strahl einmodelliert werden, so dass die Furchen bis zu ca. 70 % aufgefüllt sind. Das gilt auch für kleine Löcher in der weißen Linie. Nach Bedarf kann man die Paste auch von der mittleren Strahlfurche aus bis zum Hornballen und knapp unter dem Kronrand streichen. Ideal ist es, erst am Abend die Paste aufzutragen, da beim Auffußen das saubere Einstreu die Paste noch mehr in die Strahlfurchen hinein drückt. Somit werden die Strahlfurchen über Nacht geschützt und gleichzeitig beruhigt und gepflegt.
Falls beim Säubern des Hufes ein fauliger Geruch auffällt und das Strahlhorn zudem eine weiche, schmierige Konsistenz aufweist, spricht man von Strahlfäule. In diesem Fall ist die tägliche gründliche Reinigung der Hufsohle inklusive der mittleren und seitlichen Strahlfurchen von enormer Wichtigkeit und sollte mittels einer weichen Bürste, Kernseife und einem Eimer lauwarmem Wasser erfolgen. Hierbei benötigt man meist mehrere Bürstengänge bis der Seifenschaum weiß bleibt. Danach sollte der Huf mit klarem Wasser abgespült werden und gut abtrocknen. Mit einem Wattestäbchen oder Mullbinde kann man danach nochmals zur Kontrolle die Hufspalten nachreinigen. Die Mullbinde wird so oft durchgezogen, bis keine Verschmutzungen mehr vorhanden sind. Danach wird der Huf mit einem Handtuch abgetrocknet.
Falls die mittlere Strahlfurche tief ist, sollte sie vor dem Einbringen der Hufpaste zusätzlich austamponiert und mit einer desinfizierenden Lösung behandelt werden.
Vorsicht: Oft werden bei der Hufpflege viel zu scharfe Desinfektionslösungen verwendet. Diese können eine in der Tiefe evtl. freiliegende Lederhaut verätzen und dem Huf zu viel Wasser entziehen. Dadurch schrumpft der Strahl, es können weitere Risse entstehen und unter der abgetrockneten Oberfläche verschlechtert sich sogar die Hufsituation.
Mal abgesehen davon, was würden auch scharfe Mittel nützen, wenn danach das Pferd beim Auffußen ohne Schutz unweigerlich wieder in Verunreinigungen tritt. Man richtet mit solchen Radikalkuren mehr Schaden an, als dass sie eine nachhaltige Verbesserung bringen. Zur Desinfektion eignen sich z.B. Betaisadona flüssig oder dreiprozentiges Wasserstoffperoxid (in der Apotheke erhältlich) nach Packungsbeilage verdünnt. (Empfehlenswert ist das Buch von Dr. habil Jochen Gartz „Wasserstoffperoxid – das vergessene Heilmittel“).
Achtung: Effektive Mikroorganismen sind KEIN Desinfektionsmittel!!!!!! Es heißt, EMs sind eine Mischung aus ca. 80 unterschiedlichen Bakterien und Pilzen. Es gibt keine neutrale Studie über diese Bakterienstämme in einem anaeroben (luftdichten) Milleu – wie es z.B. bei Strahlfäule in den Taschen und Rissen der Fall ist – in Zusammenhang mit den sich dort befindlichen Bakterien. Da kann der Schuss ganz schnell nach hinten los gehen. Bestes Beispiel hierfür sind die Spindelbakterien selbst, die im Darm des Pferdes eine wichtige Funktion haben bei der Unterstützung der Verdauung, also die „Guten“ sind, aber nach Verlassen des Darmes, wenn sie mit dem Kot in den Huf geraten, ein Gefahrenpunkt für das Pferd sein können. Dann werden sie zu den Mitverursachern von Strahlfäule, zu den „Bösen“. Fazit: Wir haben gute, erprobte und gleichzeitig milde Desinfektionsmittel zur Hand, sowohl aus der Allopathie als auch aus der Naturheilkunde/Pflanzenkunde, so dass wir uns auf keine Experimente, evtl. auf Kosten des Pferdes, einlassen müssen.
Selbstmedikation ist hier nicht ratsam. Bei Hufproblemen ist immer der Tierarzt oder Huffachmann zu konsultieren. Die Hufpaste ersetzt keine Hufpflege und es ist grundsätzlich immer auf Stallhygiene zu achten!